… „ Das Programm war ein Großes und wunderbar durchmischt aus über 30 Jahren Bühnen- und Studiopräsenz. Charly Beutin hatte dank seiner
unermüdlichen, beseelten Arbeit keine Mühe, auf einen riesigen Fundus zurückzugreifen. In Eckernförde packte er aus seiner großen,
musikalischen Wundertüte viele seiner legendären Songs aus, nach der Pause reichte er Aktuelles von seinem neuen Album
„Wildes Herz & Klare Kante” oder aus der plattdeutschen Auskopplung „Born, wo de Wind herkümmt” nach.
Der Blues in Reinkultur ging allen Besuchern in die Beine. Bei Bier und Bratwurst wurde mitgewippt, die ausnehmend deutschen Texte berührten
die norddeutsche Seele, kritisierten messerscharf und witzig gesellschaftliche Auswüchse wie die Finanzkrise („Ach Luise, selbst meine
Bank macht nur noch Miese” ) und packten die Zuhörer mit selbstironischen, auf den Punkt gebrachten Texten aus dem norddeutschen
Alltagsleben und aktuellem Zeitgeschehen - und alles schön verpackt mit knackigem Blues-Rock vom Feinsten. …
… Und weil Stimmwunder Charly und seine brillanten Musiker auf der kleinen Bühne mächtig viel Spaß hatten … kamen auch für die
Fans von Blues, Boogie und Rock voll auf ihre … Kosten” .
Die plattdeutsche Sprache lebt. Das bewiesen Charly Beutin und seine Band in der Buchhandlung Reichel mit rockigen Rhythmen und Beutin-Songs..
Eine mitreißende Stimmung erlebten Fans handgemachter Musik… nicht viele Musiker schaffen es, mit ihrer Musik ein solch unterschiedliches Publikum zu unterhalten. Beim Konzert des norddeutschen Musik-Urgesteins Charly Beutin… reichte die Altersspanne der Zuhörer von 18 bis 88 Jahre… Mit der Präzision seiner Band im Rücken schaffte es Charly Beutin die Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute weit oben zu halten. Mit seiner bekannt-rauchigen Stimme sang Beutin abwechslungsreiche Titel auf Platt- und Hochdeutsch…
… Wozu Westernhagen oder… Achim Reichel, wenn es Rainer „Charly" Beutin gibt? Dass seine hoch- wie niederdeutschen Rocksongs ein aufregendes
Kraftpaket sind, das hat jetzt auch das Publikum in der Alten Meierei am See in Postfeld gespürt, die der beschlagene Musiker aus Klein-Königsförde samt
seiner Schreckschuss-Band erstmals …ins Visier genommen hat … Wenn Beutins rauchig-raue Stimme besonders zur Geltung kommt, dann bei diesem Stück
(Madame Goulou). Es lohnt aber auch unbedingt ein Blick neben den Frontmann. Da ist zuerst Kai Dorenkamp zu nennen, der das E-Piano bedient und dem krachenden
Rock mit seinem Akkordeon eine beschwingte Leichtigkeit zwischen Musette und Zydeco entgegensetzt. Greift Wolfgang Meis zum Bottleneck, kann man vor
dem Gitarristen bereits den Hut ziehen. Für Rhythmus, Takt und Melodiebogen sind Jörg Berger am Schlagzeug und Bernd Ohnesorg am Bass verantwortlich, damit
eben nicht nur immer ein Zwölftakter herauskommt… Fünf besessene Nordlichter haben kaum einen Fehlschuss geladen und immer war da das Gefühl, das sie noch
unendlich viel Munition in petto haben.
e.B.
Charly Beutins Repertoire hat viele Facetten. Blues und Soul, Rock und Folk, Hochdeutsch und Plattdeutsch. So dürfte er auch der einzige Künstler sein, der es
geschafft hat, sowohl das Publikum im Heavy-Rock-Mekka Wacken in Wallung gebracht zu haben als auch die eher gediegene Zuhörerschaft eines Radio-Hafenkonzerts.
„Beutin ist gerade dabei, sich als Musiker noch einmal neu zu erfinden. Er ist ein vitales Urgestein aus der norddeutschen Rock-Szene, kennt jeden Club zwischen Treene und Weser, hat ungezählte Kilometer auf Tournee verbracht und ist eine echte Rock-Rampensau… Der neue Charly heißt jetzt nur noch Beutin (i.e. Schreckschuss) und rückt von der Rockecke in die Songsparte. Was nicht heißt, dass seine Musik nicht mehr rockt. Aber sie ist vielfältiger und spannender geworden…