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Unerhört!
„Alles
Hits – nur keiner hat‘s gehört“ - das war lange Zeit galgenhumoriger
Arbeitstitel für diese Sammlung von Schreckschuss-Hits. Dabei kann man
gewiss nicht sagen, dass sie überhört wurden – die Schreckschuss-Gemeinde
ist treu und groß. Aber im Radio liefen die Titel selten - und blieben deshalb
weitreichend ungehört. Unerhört eigentlich, aber dafür gibt es 1001 Gründe.
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Einer davon ist, dass der Herr Beutin gern mal mit dem Kopf durch die Wand geht
und sich weder Rahmenbedingungen noch Zeitgeist anpassen möchte. Andererseits
haben sich die Medien lange Zeit echt schwer getan mit deutschsprachigen Texten
für Rock und Pop. Das erste hat sich um eine Spur, das zweite inzwischen spürbar
verändert. Mit einem Blick zurück startet die Wiedergeburt der Charly
Schreckschuss-Legende.
So
enthält diese CD Sahnestücke von früher, zum Teil neu aufgenommen oder
eingesungen, um die es einfach zu schade wäre, wenn sie weiter unerhört
blieben. Aktualisiert wird diese Sammlung durch ofenfrische Lieder, die einen
Richtungswechsel in der Laufbahn von Charly Beutin andeuten.
Die
Musik von Charly Beutin & der Schreckschuss-Band ist und bleibt
musikalische Kraftnahrung. Sie enthält schweißtreibenden Rhythm’n’Blues,
Boogie, Cajun und dampfenden Rock in der Güteklasse 1. Dabei erscheinen
die neuen Titel etwas
entspannter und runden nun das Spektrum ab.
Insgesamt
ist „Unerhört!“ sehr kompakt und rund, aber mit den neuen Titeln auch
vielseitiger geworden. Die Spieldauer passt exakt in eine Autobahnfahrt von
Hamburg nach Flensburg bei Durchschnittsgeschwindigkeit von 115 km/h, von
Auffahrt zu Abfahrt gehört. Die gefühlte Fahrtdauer hat sich damit auf 30
Minuten reduziert.
Unerhört!
Anhören!
(klick
hier)
Titel:
Wir
müssen reden. Ein ganz neuer Song von unserem
Gitarristen Wolfgang Meis. Der
Text ist von ihm und Charly Beutin. Beide wissen, wovon sie reden.
Platz
im Himmelbett. Ein etwas liederliches Lied. Die
Musik ist von Bernd Ohnesorge, der Text von Elfi Küster. Wie sie wohl auf den
roten Büstenhalter gekommen ist?
Unerhört
hat Manne Kraski geschrieben, getextet, produziert. Klingt aber so, als meint er
Zeile für Zeile Charly Beutin. Oder ist das etwa autobiographisch?
Yeah,
Yeah, Yeah haben wir aus „Yeah“ übernommen.
War so, ist so, wird auch morgen noch so sein.
Information
haben wir ganz neu eingespielt. Er war auf "schneller - höher - weiter -
besser". Wir lieben diese Nummer, aber
sie klang doch etwas antik. Ist jetzt viel druckvoller.
Hey
min Seuten. Wurde ebenfalls neu aufgenommen.
Ansonsten: bleibt alles anders.
Ach
Luise wurde nicht nur neu aufgenommen, sondern auch
textlich aktualisiert. Heute hat ja nicht nur Luise eine Krise.
Alle
anderen Titel bis auf „Alles was Du hast“
sind so geblieben, wie sie waren. Und das ist auch gut so:
‚Ne
Menge Leben
Born,
wo de Wind herkümmt
Gedeckte
Apfeltorte
Avernako
Madame
Goulou
Heimatgedicht
Jetzt
küßt mi nur noch de Blues
Freudenfest
Ich
will raus
Zeit
Alles
was Du hast
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